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Mittwoch, 5. März 2014

Gazelle Twin – Mystizismus bis die Milch überkocht

Gazelle Twin ist Elizabeth Bernholz aus Brighton, England. Das Video ist der Warm-Up auf das kommende Album. Ich habe mal kurz in die früheren Sachen reingehört und das klang noch sehr nach Fever Ray etc.pp. Dies ist diesem Song nicht mehr ganz so stark anzumerken. Dem Video dann leider doch. Ich geb´s ganz unumwunden zu, so richtig erschließt er sich mir auch nach mehrmaligen sehen nicht. Ich mochte sehr den Anfang des Clips und hätte sicherlich dem Charakter bis zum Ende des Songs durch den Supermarkt folgen können. Alleine schon deshalb, um zu erfahren was es mit dem Bullen auf sich hat. Ich wäre auch zu frieden gewesen, wenn dieser nicht noch einmal aufgetaucht wäre. Das hätte mir an Verrätselung gereicht. Um einen Zusammenhang zu den Lyrics zu erzwingen, gibt es dann die ganzen Anschlussszenen. Wie gesagt, ich finde nicht das etwas klarer oder auch nur geheimnissvoller wird. Eher dümmlich kommt das daher. Der Song bleibt trotzden ganz gut.

Freitag, 12. April 2013

Sookee Cakes

 
Queerness ist kein Garant für eine überzeugende künstlerische Leistung, dass gilt übrigens für jede politische Überzeugung. Was ich in Fällen politisch nahestehender Bewegungen bedaure. Hier oben, Cakes Da Killa, "der" hat´s (für mich) raus. Geht ab, ist lustig und repräsentiert eine Form der queeren Inszination, der ich nicht entspreche, die mir aber symphatisch ist. Das mag vlt auch damit zusammen hängen, dass in den Staaten nicht lockerer mit als abweichend bezeichneten Lebensentwürfen umgegangen wird, vielmehr lässt sich dort immer noch ein ausreichend lukrativer Markt erschließen. Das ist keine Eigenschaft, die man Cakes oder der campen Kultur allgemein vorwerfen sollte oder muss. Ich möchte eher deutlich machen, dass Freizügigkeit kein Geschenk der Kulturindustrie ist, sondern ein kalkuliertes Risiko.
Aber Markt hin oder her, auch in Deutschland führt queere Popkultur nicht zwangsläufig ein Nieschendasein. Siehe Sookee "Pro Homo". Der Track ist schon ein bisschen älter und hat zum Videorelease wohl noch einmal ein kleines makeover erhalten. Ich hab den Song jedenfalls geringfügig anders in Erinnerung. Die Musik geht mir jedenfalls um einiges besser rein, als noch vor über n Jahr in Bremen auf dem Dancefloor und auch die Phrasierung des Gesangs scheint leicht überarbeitet worden zu sein. Mit dem Identitätsprojekt Liebe kann ich aber nach wie vor nicht soviel anfangen und entsprechend schnell ging mir der Mitgröl-Refrain auf die Nerven. Aber gut über die verschiedenen Ansätze von Identitätspolitik lässt sich ausgiebig streiten. Davon aber abgesehen, ist mir diese aber Millionenfach lieber, als das was landläufig im Pop und darüber hinaus vertreten wird. Dass das Video mit seinen "unbelehrbaren" drei Paaren aber ebenfalls gängige Klischees, wenn auch überzeichnet, reproduziert, ist mehr als Schade. Hier wird die Groteske an einer mangelnden guten Idee verkauft. Wäre Sookee zu wünschen, dass da bald mehr Geld für Produktion etc. übrig ist und damit auch der Standart steigt.

Freitag, 15. Februar 2013

neues tyler video

Ich mag´s immer noch irgendwie. Sich selber nicht so ernst nehmen, bzw. der spielerische Umgang mit den normalen Profilneurosen. Earl Sweatshirt spielt den Ringrichter. Und sowieso trara. Da ist die Musik fast schon egal aber trotzdem noch okay. Um´s Video zu sehen, empfehle ich Stealthy, für mich bisher immer noch der sicherste Weg gesperrte Videos (etc.) zu sehen. Schlaft gut ihr Pfeifen.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

doh!

Hach ja schick. Und berührend und zeigt wie wichtig eine gute Geschichte ist. Ich musste auch an Eraserhead denken. Aber trotzdem oder deswegen schön. Zu erst gesehen bei Booom.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

U.S. Girls digital/medial/live 2012


Video for 'North on 45' by U.S. Girls ... off the upcoming album, GEM.
To be released on Fatcat Records.
Starring Lulu Hazel Turnbull.
Directed + Filmed by Meg Remy.
Edited by Ross Turnbull.
Song written by Slim Twig + Meg Remy.

So ein neues Video von U.S. Girls. Die Marketing Maschine läuft sich warm. Aber bei Meg entschuldigt sich das ja von selbst. Die Tour steht auch bevor und ich freu mich drauf. Die Frage ist: Berlin, Bremen oder beides?

19 Nov - Point Ephémère, Paris, FR
22 Nov - ZDB, Lisbon, PT
23 Nov - CCVF, Guimaraes, PT
24 Nov - El Perro Club, Madrid, ES
25 Nov - Koitton, Barcelona, ES
27 Nov - La Peniche, Lille, FR
28 Nov - Les Ateliers Claus, Brussels, BE
29 Nov - Paradiso, Amsterdam, NL
30 Nov - Monarch, Berlin, DE

01 Dec - Friese, Bremen, DE
02 Dec - Trauma, Marburg, DE
04 Dec - Incubated @ 013, Tilburg, NL
05 Dec - The Lexington, London, UK
07 Dec - FatCat Furballs show, The Green Door Store, Brighton, UK
08 Dec - The Castle Hotel, Manchester, UK


Samstag, 13. Oktober 2012

Thee Oh Sees + Video vs. Berliner White Trash

Gute Vorsätze am besten immer gleich brechen.War´s jetzt gestern oder vorgestern, dass ich gepredigt habe wie unnötig es wäre die Videos die bei Nerdcore laufen wieder zu posten? Gleich im Anschluss wurde ich dafür bestraft. Denn bei Nerdcore wurde das neue Video von den Oh Sees gebracht und eines von Angel Haze. Beide durchaus wert gezeigt zu werden. Auch wenn mich Angel Haze eher deshalb interessiert hat, weil sich die Musik ganz schön nach englischen Grime anhört und vlt. noch ein bisschen nach dem Asap Rocky Kram, der sich ja gerade ganz gut verkaufen lässt. Zumindest mein erster Höreindruck (Grime) ist ja für amerikanischen Rap nicht unbedingt gewöhnlich. Das Video selbst fand ich nicht so gut. Macht aber vor dem Hintergrund, der sich aus dem Artikel von FM4 entnehmen lässt, durchaus Sinn bzw. wird schlüssiger.
Wenn nicht gerade die Seite down wäre, wo man sich ihr aktuelles Mixtape laden kann, ließe sich vlt. noch ein bisschen mehr dazu sagen. Z.B. wie der Rest so klingt.
Egal, zu den Thee Oh Sees. Bei Nerdcore steht schrammelige Gitarrenmusik. Dabei gäbe es durchaus mehr über die Band zu schreiben und vor allem treffenderes.
Ich find die Band, seit dem ich sie in Bremen gesehen hatte, so etwas von gut, aber soetwas von. So das sie zweifellos zu meinen derzeitigen Lieblingsbands gehören. Das neue Album ist zwar ein bisschen ruhiger. Aber trotzdem ne Wucht die Band. Und so hat mich noch nicht einmal der Fakt das sie im White Trash gespielt haben davon abbringen können, mir das letzte Konzert in Berlin anzuschauen. Und wie zu erwarten, waren sie ganz wunderbar. Ach noch viel besser als das. Das Konzert war leider auch wie zu erwarten ganz grausam. Diese ganze Poserscheisse im Publikum hat mich nicht nur innerlich zum kochen gebracht. So dass ich den größten Pennern, wohlwissend das sie kneifen werden, eine ordentliche Abreibung versprochen habe. Wohlwissend das ich viel zu sehr Angst habe andere zu verletzen. Ich weiß, nichts ist schlimmer als ein Szene-Bulle und ich schäme mich anschließend auch immer ein bisschen. Aber ich denke es lohnt sich auch für bestimmte Standarts einzutreten. Und dazu gehört für mich auch ein bisschen auf andere Besucher zu achten, wenn man abgeht und und und. Ich dachte übrigens erst, dass das an La Sera liegt, von wegen Hype usw. Aber nichts da, ich war bei La Sera noch nicht in der Crowd, sondern hatte es mir von der Seite angeschaut, aber mir kams so vor, als wäre der Pit bei den Oh Sees noch härter. Please remember, das neue Album ist noch ruhiger als die anderen Sachen, die auch nicht unbedingt MoshPit Qualität besitzen. Ich bin dann jedenfalls auf die Bühne geklettert und habe mich hinter Petey Dammit! versteckt. Für mich auch einer der coolsten Boys der Welt. Hab dort auch ein paar Fotos gemacht, die ich fast alle und eigentlich auch fast immer nicht so gut finde. Aber ich mag das Bild hier oben schon ganz gerne. Ich lob mich auch nicht zu sehr, keine Angst.
Es gab viele Momente, während des Konzerts, wo man die Augen schließen musste, um halbwegs das Herz für die Musik öffnen zu können. Und manchmal musste man sich auch auf die Lippen beißen. Irgendwann stand ein total besoffener Typ, der sich als Pressefotograf ausgab, hinter Brigid Dawson, um irgendwelche Fickbewegungen zu vollführen. Sie hat´s glaube ich nicht mitbekommen, weil sie auf´s Musik machen konzentriert gewesen ist. Ich hab einen Musiker von La Sera angesprochen, ob er intervenieren kann. Der hat aber bloß blöd aus der Wäsche geglotzt. Keine Ahnung, irgendwie glaube ich, das solche Sachen im West Germany oder ähnlichen Läden, eher nicht passieren. Aber ich mag mich da auch täuschen. Also zusammenfassend, Band ne Wucht und die Crowd ne Qual.
Und das hat die Band einfach nicht verdient. Das beweist ganz deutlich das Video hier unten, welches auch der eigentliche Anlass für meinen mal wieder viel zu langen Eintrag gewesen ist.
Übrigens werde ich extra nach Bremen fahren, um dort Chain and the Gang zu sehen. Quasi Hipsterflucht. Okay das lässt sich jetzt auf zwei Weisen lesen. Ich tues so, wie ich besser dabei wegkomme. Als Flucht vor den Hipstern aber noch mehr vor den Posern. Ärghh.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Father John Misty


Das Video ist mir neulich mal über den Weg gelaufen und ich bookmarke Sachen, von denen ich denke, dass sie hier noch einmal einen geigneten Ort finden könnten. Das scheint vlt nicht so, weil es hier so still ist/war. Aber ist eben so. Und jetzt ist Father John Misty hier beim Gluediver zu sehen.
Dabei war ich mir gar nicht so sicher damit. Irgendwie ist das alles so weit weg – aber dann ist mir die Frau doch wieder so nahe. Und es ist gut zu sehen, dass auch die coolen Menschen überfordert sein können. Naja, aber dann sind dabei auch viele Rollenverteilungen untergebracht, die für keine der Geschlechterpositionen besonders schmeichelhaft sind, die das Reproduzieren, mit dem wir uns begonnen haben so unwohl zu fühlen. Aber macht euch selbst ein Bild. Die Musik geht gut rein. wer weiß wie lange sie da bleibt.

Mittwoch, 28. März 2012

Sarah F. schreibt: T Dogg Kills 'Em All!

Na und wenn Sarah F. das sagt. Aber eigentlich hoffe ich ja, dass danach vlt doch noch ein paar mehr Künstler stehen bleiben oder sogar ins Bühnenlich treten. Bin ja eher so für Diversität und Friede, Freude, Eierkuchen. Würde mich aber freuen, wenn da Grime mäßig wieder mehr aus England kommen würde. T Dogg klingt jedenfalls nach mehr. Also Finger kreuzen.

Dienstag, 17. Mai 2011

Wer hat Angst vor identischen Zwillingen?

CREEP - You (feat Nina Sky) from OFFICIAL CREEP on Vimeo.
Ha, ha. Nina Sky. Nicht das erste mal gesehen. Video startet eim bisschen lahm. Kommt dann aber in die Gänge. Kann man sich anschauen. XLR8R!

Mittwoch, 11. Mai 2011

Übers Wochenende schreiben ohne zu klagen...

ist quasi unmöglich. Die Hoffnung die Kränkungen des Arbeitsleben zu überwinden sind immer zu hoch gesteckt. 
Die Kondition zum Saufen hat er nicht. Aber trotzdem brennt der Wunsch der Selbstauslöschung. Das Selbst, das mehr oder minder gut in der Woche die Triebbefriedigung im Zaum hält, wird dem Opferfeuer der Vergnügung dargebracht. Aber die meisten Flammen sind eben nicht heiss genug um dem Selbst ein Ende zu bereiten.
Also macht er sich auf den Weg durch die Straßen der Stadt, um nach einen passenden Hochofen zu suchen.
Bob Log III ohne Freunde. Niemand tanzt ausgelassen. Die Temperatur reicht noch nicht einmal zum Wasser warm machen.
Er fragt sich warum. Ist die Musik zu alt oder ist sie zu neu? Seiner Meinung nach verlangt sie nach Schweiß und Körper die sich im Takt aneinander reiben. Männer und Männer, Frauen und Frauen,  Frauen und Männer. Bob lockt die Rock Fraktion. Die Frau scheint hier noch ganz die Beigabe zum ganzen Kerl zu sein. 
Er denkt an Seymour aus Ghost World. Bob Log III ist eigentlich ja auch ein Blueser und viel weniger Rock als seine Fans. Er stellt Vergleiche zu Bob und den Existentialisten an. Die hießen in Amerika Beatniks. Aber das ist schon arg weit hergeholt.
Bob ist zu allen nett. Die Regeln des Kulturmarktes. Bremen ich komme wieder. Einige sind begeistert. Die CD, das Shirt.
Die Musik Journalisten packen Bob wohl in die Blueshammer Ecke. Als wenn Charlie Patton es noch bringen würde. Charlie Patton ist tot. Leider oder besser so. Bob Log jedenfalls macht eine Erneuerung des Blues, welche in ihrer scheinbaren Simplizität der Wiederholungen an eben jene reiche Musikgeschichte anschließt. Auf der Performance Ebene wird gleichwohl an eine aktuellere Popgeschichte angedockt. Deswegen sind auch die ganzen Rocker da. Nee er hat gar nichts gegen Rocker.
Also weiter.
Im Fehrfeld wird zu Pop der Sorte Eins getanzt. Die Poplinke verwechselt mal wieder Identitätsangebote der Kulturindustrie mit einem erweiterten Praxisbegriff. Er hälts im Kopf nicht aus. Draußen ist´s kühl, drinnen wars zu cool. 
Ab zum Wagenplatz. In einem Holzverschlag läuft Hardcore Techno. Hippies und Crusts tanzen. Nee am Anfang war keiner in der Hütte. Mainstage gibst auch bei der Subkultur. Von Minimal über darken Dubstep, Drum´n´Drill, Jungle zu Hardcore Techno. Er läuft von A nach B. Auch Leute die er kennt. Nicht so viele. Aber die Stimmung entspannt, das Weltbild entzerrt sich.
Heute weiß er das die Leute vom Wagenplatz krasse Autos fahren. Manche.
Den Abschluss im Holzverschlag. Er wollte nur Tschüss sagen aber ihn überkommt der Wahnsinn. Das eigentliche Glück setzt erst zu Hause ein. Die über die Kamera eingefangenen Momente stellen ein Surogat des Erlebten dar. Sie sind scharfgestellt auf die Essenz. In den Gesichtern der anderen den Glücksmoment der Ekstase zu beobachten, das zurückdrängen der Leiblichkeit, es versetzt ihn in eine nachgeholte Euphorie. Er kann sich die Filme immer wieder anschauen. Er entdeckt immer wieder neue unbeobachtete Momente.
Bob Log III | Bremen| 2011.07.05

Donnerstag, 24. September 2009

YEH5050


Ich könnte die ganze Nacht durchbloggen aber jetzt gehts ins Bett. Das Video kommt von yeh5050. Ich finds minimalistisch gut. Schlaft schön ihr Mäuseläuse da draußen.