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Freitag, 26. April 2013

Im Norden wird wieder in die Hände geklatscht und gegen den Wind gespuckt


Nein, ich bin leider wieder nicht in Bremen und auch Hannover wird nicht mit mir rechnen können, wenn meine Buddies in die Seiten greifen, oder – wie heute – nachträglich ihren Geburtstag begehen. Ich hänge hier in Berlin fest, festgebunden vom schlechten Gewissen und mangels monetärer Mittel. Aber von hier will ich euch wissen rüber nicken. Es wird bestimmt toll und ich wäre gerne bei euch. Heute bei der Vokü oder im Zakk später. Und morgen in der Spedition:

Am Samstag, den 27.4. 20 Uhr startet endlich die 2. Latenz-Labelnacht in der Belle Etage. Wir wollen mit Spröde Lippen und Kimono Kops ihre Releases auf und vor der Bühne nachfeiern. Ausserdem werden Speed up my Pink Pony uns mit ihrer Power-Point-Knallbonbonperformance erfreuen und Art Halk die Instrumente kreisen lassen. Wir freuen uns auf euch! Auf dass es wieder ein schönes und rauschendes Fest wird.
Zu diesem tollen Anlass ist auch eine Latenz-Compilation mit einigen unveröffentlichten Tracks aller Latenz-Künstler erschienen. Zu suchen, zu finden und mitzunehmen an ausgewählten Orten (z.B. Golden Shop, Glasbox, K'Galerie, Grüner Zweig) oder natürlich Samstagabend in der Belle Etage.
Und in Hannover gibt´s auf die Glocke, unter anderem mit den Hartz 2 Brüdern Doom aus Bremen, die vermutlich aufstocken müssen. Aber auch da bin ich nicht :-( Schnief Aber hier deren Text.

Samstag 27.4.2013
irgendwann später am Abend
in der Sturmglocke Klaus-Müller-Kilian-Weg/Schaufelder Strasse irgendwo in Hannover

Stockkonservatives Rockkonzert, dessen Strukturen nur durch die Gleichgültigkeit des Publikums aufgebrochen werden. Oh yeah, DOOMBRUDER spielen so Lightning- Bolt-mäßig in der Mitte, das könnte eventuell kurz mal für Furore sorgen.

SIGHTINGS (NYC)
die schon wieder.

DOOMBRUDER
Peter und Georg Duhm wurden am 17. März 1957 in Klein St. Paul in Österreich geboren. Um der Kleinheit und Enge der Täler und der 50er Jahre ein wenig zu entgehen, begannen sie im Jugendalter zu musizieren. Sie leben recht zurückgezogen in dem Haus ihrer Kindheit und pflegen keinen Kontakt zur Internationalen Musikszene, deren Treiben sie für verwerflich und deren Repräsentanten sie für verkommen halten. Sie sind angesehene Mitglieder der Ortsgemeinschaft, bekleiden Posten im Vorstand der Wietersdorfer & Peggauer Zementwerke GmbH, des dortigen wirtschaftlichen Leitbetriebs, und sitzen für die SPÖ (Georg) bzw ÖVP (Peter) im Gemeinderat. Gelegentlich spielen sie auf Betriebs- und Ortsfesten auf, was mitunter von heimlichen Verehrern mitgeschnitten und ohne Wissen der Urheber veröffentlicht wird. Der jetzige Name entstand durch einen Übertragungsfehler, in Folge einer mangelhaften Rechtschreibkorrektursoftware.

MERKWÜRDIG RIECHEN
Merkwürdig Riechen was formed in January 2012 to occupy forfeited space. Their titles of three of their six limited-edition CD releases provide a succinct psycho-aesthetic profile: "Performance Rift." "I, Career Fungoid." "Mourn Receptacle Fog." The trio comprise German bassist Andreas Brüning and American expats Tom Smith and Luke Calzonetti. Past exploits: Pussy Galore, The Phantom Payn, To Live and Shave in L.A., Child Abuse, Ohne, RK2. They are informed by precipice, by onset. They make propulsive, mordant, literate, often ungovernable electronic music. They are the strange-smelling notion that corrupts the aimless shuffle.

+ DJ Rimini sfrecciare in Ferrari!

Die Veranstaltung kann Dank des hannoverschen Kulturbüros stattfinden. Und dank derer, die 7 € Eintritt zahlen werden.

Ach und dann soll in so nem kleinen Schuppen in Bremen, am alten Hafen, heute noch so ne newcomer Band aus dem Norden spielen. Das Messer, oder so ähnlich. Gehabt euch wohl und verletzt euch nicht.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Where does all the time go?


So, es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder die Muße gefunden habe, hier etwas zu schreiben. Könnte daran gelegen haben, dass ich so schwer beschäftigt war aber eher noch, dass ich nicht wusste, was ich zu diesem wunderbaren Abend schreiben sollte. Oder zu dem tollen, anstrengenden Wochenende das hinter mir liegt.
Drei Tage Bremen, knapp. Freitag direkt in die Vokü und es hat sich immer noch ein bisschen so angefühlt, wie zu der Zeit zu der ich noch in der Hansestadt gewohnt habe. Freunde, bekannte Gesichter und viele neue Leute und dicke Knüppel voll. Dann kurz von Souad empfangen worden, anschließend Babs Wohnung suchen und Sachen abladen. Konzert in der Spedition hat früh begonnen. Und es war sehr lustig. Voll aber nicht zu doll. Und es war eine wunderbare familiäre Stimmung. Also im besten Sinne und nicht wie Weihnachten daheim. Samstag habe ich dann viel mit Hilkomaus und Thömmissino rumgehangen. Erst in der Marianne, dann den Kuchen an der Weser abgelatscht und dann noch Pizza essen. Viel Zeit bis zum Statt Theater Dance blieb dann gar nicht mehr. War sehr schön, dass die Jungs mich noch auf die Gästeliste packen konnten. Weil 8€ Eintritt hätten dann doch den finanziellen Rahmen gesprengt. Es wurde direkt auf der Theater Bühne gefeiert, gesoffen und getanzt. Für mich immer noch am beeindruckensten, der Blick in den Bühnenüberbau. Eigentlich sieht man ja noch am ehesten in Kirchen einen so weit nach oben offenen Raum. Nur das der des Theater vieler verbauter, gedrungener, eben viel weniger Sakral wirkt. 
Am folgenden Tag, musste ich mal ein bisschen ruhen, weswegen ich dann auch den Flohmarkt am Hansa-Carré verpasst habe. Aber zu dem in der Spedition kam ich aber genau richtig. Zwar hat Mickey diesmal keine Platten verkauft aber dafür sein Vereinskammerad Christian M-K. Ui, ui, ui für ne Flohmarkt viel Geld ausgegeben. Aber sehr schöne Platten gekauft. Unter anderen Shudder to Think (Washington D.C., quasi in Vorbereitung auf den Abend) und Brian Eno (Music for Airports, obwohl ich ja mit Auto nach Hause bin). Ist aber auch so interessant, in den Privatplattensammlungen von Leuten schauen zu dürfen. Sneak a peak. Auch in der Spedition konnte man toll quasseln, z.B. mit Daniel (WYCZ). Vlt gibts da demnächst endlich mal ne Veröffentlichung. Ditt wer fein. Ich hätte noch ganz schön lange da rumhängen können, wollte aber noch den Kleinfamilien in der Neustadt Hallo oder zu mindest Auf Wiedersehen sagen. Es ist mir nämlich die größte Freude, dem kleinen Nachwuchs die Köpfe zu tätscheln und auch so ein bisschen rumzuknuffen und Blödsinn zu machen.
Schließlich musste ich mich ganz schön beeilen, um zum Konzert in der Friese noch pünktlich zu kommen. Pretty Lightning waren schon dabei ihren ersten Song zu spielen. Aber fällt mir ja nicht schwer, schnell in die Musik zu finden. Zumal ich die Band um einiges zugänglicher finde, als deren zweites Projekt Datashock. Und jetzt zu dem eigentlichen Probleme, was soll ich zur Chain and the Gang schreiben. Wieso eigentlich so einen Reisebericht. Ich hatte überlegt, etwas über das Problem mit dem Fotografieren zu schreiben, wie schwer es ist, passable Bilder zu machen. Aber auch wie sehr es vom eigentlichen Ereignis, dem Konzert ablenkt. Ich könnte noch schreiben, dass das Bremer Publikum sehr sehr höflich aber auch zurück haltend ist. Aber der Konzertbesuch war sicher um einiges befriedigender als es in Berlin gewesen wäre. Die Band ist einfach ne Wucht. Jede Platte ist toll und es gibt einen heimlichen Hit drauf. Und das bringt die Band eben auch rüber. Die Leute verschwinden auch nicht nach dem Konzert, im vermeintlich glamurösen Backstage, sondern gehen auf die Leute zu, unterhalten sie mit ihnen. Und die Friese ist eben ein Ort, wo das auch was bringt und/oder Spass macht. Jedenfalls habe ich mich nicht sofort nach dem Konzert ins Auto gesetzt. Sondern hab noch bis halb 2h mit Freunden abgehangen, gequatscht und Mate getrunken. Itt war so scheen. Und dann ins Auto und irgendwann kurz vor 6h daheim in Kreuzberg. Watt will ick denn mehr?!
Mit Spunk habe ich mich noch über die geheimen Codes der Musik- und Nerdszene unterhalten. Welche Shirts man tragen darf und welche besser nicht. Und dazu gehört auch, wissen zu wollen, was die Leute von der Band sonst noch so (musikalisch) machen. Ich hab mich natürlich nicht davon abbringen lassen, Montag mal ausgibig auf dem Tumblr der Band zu schmökern. Dabei habe ich dann eben ein Video zum (Neben?-)Projekt der Bassistin "Reynosa" gefunden. Das ist zwar ganz anders, macht aber auch im Kontext durchaus Sinn. Schade das es keine gemeinsame Tour gab. Hätte Bremen und dem Rest der Welt sicherlich ganz gut getan.