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Montag, 4. November 2013

Tag der Selbstoptimierung

Tatsächlich treffe ich mich in unregelmäßigen Abständen mit Freunden, um meine und ihre Arbeitsfortschritte zu besprechen und letztlich auch zu bewerten. Nahziel kann natürlich nur sein, von einer Abhängigkeit in eine angenehmere Form dieser zu kommen. Was für mich unter anderem bedeutete neue Prioritäten festzulegen. Den bloggen allein macht auch nicht glücklich. Was aber nicht bedeutet, das ich mich um meine Blogs gar nicht gekümmert hätte. Vielmehr habe ich zunächst versucht, die Optimierungsabsichten voran zu treiben. Bisher mit mäßigen Erfolg. Aber es ist zumindest etwas auf den Weg gebracht, was die Aktivitäten hier verstätigen helfen soll.
Ich bin gespannt und versuche euch hiermit schon ein bisschen neugierig darauf zu machen.
Aber als allererstes und das kommt bei mir meist zum Schluss, möchte ich auf ein Feature um 19.30h hinweisen, das beim DLR läuft. Es heißt Herr und Knecht in einer Person. Und in der letzten De:Bug gab´s einen Schwerpunkt unter dem Titel Volkssport Selbstoptimierung. Mit dieser Häufung von Themenbeiträgen, ist noch nicht bestimmt wofür diese konkret ein Zeichen sind. Sondern lediglich kann abgeleitet werden, das sich eine Transformation in einem bestimmten Bereich (der bisher zu unklar definiert ist) vollzieht. Der Beobachtung ist dies Phänomen aber allemal wert.
Deswegen heute meine Tipps zur Selbstoptimierung. Hört Radio, lest Zeitung.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

belly is the new booty!

Zwei Jahre alt aber kein Tag gealtert. Das kommt davon wenn man sich digital fortgepflanzt hat. In diesen Fall vermutlich Martin Sulzer der Regisseur. Ich finds lustig und die Musik gut. Cock Rock related. Food for Animals heißt die Band. Auf der Seite der Band auch ein Remix für unsere Freunde die Lexie Mountain Boys.
Hier noch eine andere Band aus Baltimore, Thank You.
Ist mir insgesamt vlt zu nett. Sowieso scheinen die Kreativen dieser Welt auf die ökonomische Krise mit Nettigkeiten und eben Kreativität zu antworten. Das wundert mich nicht. Wenn man mal die verschriftlichen Äußerungen zur Grundlage nimmt, die Redakteure von Blogs und Zeitschriften  verfassen und wir diese Personen ebenfalls zu den Kreativen zählen wollen. Neulich ist mir dieser Artikel im Blog Reader untergekommen. Will und kann jetzt gar nicht auf den gesamten Inhalt eingehen. Die Begründungslogik des Artikels basiert auf folgende Einsicht: 
"Wie die Finanzmarkt-Katastrophe von 2008 gezeigt hat, machen Eliten zu viele Fehler, wenn man sie in einer täglich komplexer werdenden Welt alleine lässt. Aus diesen Gründen kann man nur hoffen, dass weitere Veröffentlichungen von Interna aus dem Bankbereich folgen. Nur wenn der Quellcode des Systems offen liegt, können wir alle daran arbeiten, es besser zu machen."
Ich halts weiterhin mit Marx und sage, dieses System ist nicht zu reformieren. Ja, es ist noch nicht einmal wert reformiert zu werden. Das steht und fällt auch nicht mit möglicherweise vorenthaltenden Informationen. Hier ist eher das Einfallstor für die diversen Verschwörungstheorien zu finden, als ein Baustein für eine lebenswerte Gesellschaft. Tatsächlich wird hier sogar noch eine Entschuldigung für die regierenden Eliten gefunden. Frei nach dem Motto, was nicht wahr sein kann ist es auch nicht.
Schwer vorstellbar, dass die menschlichen und ökonomischen Verluste die diese Welt produziert eine kalkulierte Größe ist. Damit ist nicht gesagt oder gemeint, dass die Krise – die dem Autoren Johannes Thumfart als überwunden gilt – vorhergesehen wurde, beabsichtigt oder gewünscht war/ist. Aber das Konkurrenzsystem, das die Ursache der meisten bekannten Verwerfungen ist, bleibt unangetastet und muss es auch bleiben. Selbstverständlich wird versucht die Konkurrenz mit Gesetzen und Initiativen in berechenbare Bahnen zu führen. Aber Konkurrenz ist auf´s engste mit dem Moment der Entgrenzung verschränkt. Konkurrenz ist gar nicht ohne Entgrenzung zu denken.
Aber beenden wir den Beitrag hier nicht so düster. Nihilismus als Weg ;-)

Dienstag, 7. Dezember 2010

Tödliche Orte

Foto via Emma!

Vor Monaten hatte ich hier im Blog mal den Stream zu dem aktuellen Gil Scott Heron Album gepostet. Seit dem Album fährt die Heron Rezeption langsam wieder hoch  und Cunnighams Video zu NY is killing Me – was ja auch eine musikalische Interpretation war –  war dafür ein deutliches Zeichen. Danach kam noch ein weiterer Remix von Jamie XX, den ich nicht so toll fand. Deswegen war der hier auch nicht zu sehen gewesen.
Insgesamt macht es ein bisschen den Eindruck, dass möglichst viele Leute Gil zur Seite springen, vlt weil auch niemand so genau weiß, wie lange er noch durchhält. Dabei war das letzte Album eher durchwachsen. Ich glaube, dass kann man aus meiner damaligen Kritik rauslesen. Ich erinnere mich aber nicht mehr ganz genau. Dabei wünsche ich mir für Gil selbstverständlich nur das Beste. Heron ist für mich einfach einer der Guten. Und dass das aktuelle Album ist, wie es ist, war vlt auch eher ein Problem der Produktion. Irgendwie fehlte doch die Fluffigkeit, die nirgendwo besser ausgedrückt war, als in diesem Video. Gabs hier auch schon, aber es soll noch einmal dran erinnert werden.
Grund für die heutige Rekapitulation ist aber eine Interpretation von Aera mit dem Namen Berlin is killing me.
Ein wirklich toller Track, der wie aus dem Ärmel geschüttelt klingt. Leider kann man den Track gerade nicht mehr bei Soundcloud hören. Ist aber sicherlich nur eine Zeitfrage, dass der demnächst irgendwo im Netz auftaucht. Hier der Artikel von der De:Bug dazu. Das Bild oben fand ich irgendwie passend. Leider weiß man bei den Tumblr Geschichten nie wirklich, wo sie nun herkommen. Wenns jemand weiß, gerne bescheid sagen. Und auf die Suche nach dem Track machen, sowieso.

Freitag, 10. September 2010

Jungs und ihre Hosen /De:Bug

In der De:Bug gabs einen wirklich guten Artikel zur Körperrepräsentation u.a. bei Jungs mit migrantischen Hintergrund. Schön das Journalismus und Wissenschaft hier so geschmeidig zusammenkommen. Das sind die Facts:

Der Ethnologe Moritz Ege hat den Stil Jugendlicher aus “den Nachfolge-Milieus der Arbeiterschicht” zum Forschungsobjekt erkoren, dessen auffälligstes Merkmal die Karottenhose darstellt. Ähnlich wie in den frühen Tagen der Skin-Kultur frönen deutschstämmige und migrantische Jugendliche gleichermaßen einer Ästhetik für harte Straßenjungs, die jenseits ihrer Szenen durchgehend auf Abneigung stoßen. Ein Gespräch über Körperbilder, subkulturelles Product Placement und den Arsch in der Hose.

mehr hier!

Dienstag, 10. Februar 2009

Broken Grime Flowers


Bild via fabulousmussels!



Wie ziemlich jedes Pop-Genre ist Grime tot und Gleichzeitig nicht. Als Blaupause für einen Achtungserfolg in der Musikpresse, dient es nicht mehr. Das sollte einem die Möglichkeit geben, relaxed darauf (zurück) zu schauen und vielleicht auch zu bilanzieren. Aber wenn man etwas richtig geil findet, geht das doch wieder nicht. Es will einem nicht in den Kopf, wieso ein solcher Trend bevor er richtig ankam (zu dem verpasst wurde) schon wieder vorbei ist. Aber das denken sich diverse jungle, 2step, urbanheadz auch. Es nutzt also nichts, zu schreiben: Hier schaut mal auf die Grime-Sampler auf Rephlex, die haben Dubstep schon vorweg genommen! Pop-Bewegungen sind eben doch mehr als die Summe aus Musik und Produzenten. Sie ist immer auch mit einer sehr konkreten und spezifischen Lebenssituation verbunden. Darüber hinaus, lässt sich gleichwohl eine Bewegungsgeschichte für alle schreiben. Denn hinter einem etablierten Namen, stehen immer auch Väter die, wenn schon nicht getötet, dann doch umgangen werden müssen. Ein neuer Familienname kann dabei schon helfen. Gleichzeitig bleibt oder wird so ein Genre mit der Zeit, für Projektionen offen. Für die Kidz im Birmingham oder London oder Bristol, kann das nach wie vor eine sinnvolle identitätsstiftende Maßnahme sein.
Auch wenn das sich niemals derart abstrakt vermittelt. Die scheissen ehh auf Poptheorie und halbwegs auf die Charts. Einerseits sind diese das Gegenteil von realness, andererseits doch der Maßstab zum Ganzen. Ich lass das jetzt mal offen, um zum Schluß zu kommen.
Jedenfalls gabs solch Sentimentalitäten auch in einem Spex Interview mit The Bug nachlesen.
In London gibt es diese Schleifen ja immer wieder, die neue Styles etablieren, aber auf jamaikanische Musik zurückgreifen. Bei Grime war das wieder so. Auch wenn derzeit viele Clubgänger von Dubstep schwärmen, waren ich und mein Kumpel Kode9 immer der Meinung, dass Grime noch lange nicht durch ist. Irgendwann hörte ich auf einem Piratensender bei einem Grime-Set auf einmal ein total minimales Riddim, das total derbe war. Am nächsten Morgen stand ich im Plattenladen und ließ mich von dem jamaikanischen Verkäufer beraten. Endlich hatte ich wieder einen Sound gefunden, der mich abholt.
Über die Wahrnehmungsprozesse und Deutungsprobleme solcher Gengre spezifischen Ambivalenzen, kann man sich das Interview mit Milanese in der De:Bug ranziehen. Bemerkenswert dabei ist, dass die Kritik an der ersten Platte sich auf deren Gengre-Mix (Uneindeutigkeit) bezieht.
Ich wusste nach "1up" nur, dass ich die Ideen dort weiterentwickeln und mit den UK-Underground-Stilen experimentieren wollte. Die Zusammenstellung als Trip ergab sich danach, es funktioniert einfach wie ein altes The-Orb-Album, das einen durch den ganzen Laden führt. Als das Album fertig war, war ich endlich in der Lage, ein paar Tracks zu machen, die richtig happy sind; auf meiner Webseite gibt es ein verrücktes Grime-Beatbox-Stück mit mexikanischer Mariachi-Gitarre zum Download, auch wieder mit Virus-Syndicate-Vocals. Weiter mit Vocals zu arbeiten, interessiert mich im Moment am meisten - man könnte aus Grime so viel machen.
Bei einem der letzten Grimepostings, hatte ich nach der einer "deutschen" Bedeutung von Grime gefragt. Eine kontinentale Antwort wollte Grimestep scheinbar schon einige Zeit vor mir geben. Ich bin über die Sickgirls darüber gestolpert, die mitlerweile unter NewRave gelabelt, nichtsdestotrotz toll sind. Ich hoffe der Film ist noch irgendwie verfügbar. Mal sehen.
Den Mix zum Posting und andere, kann man sich bei Grime Digital runterladen. Lauter tolle Sachen, auch qualitativ eher drüber als Mitte. Grime Digital scheint irgendwie mit dem Grimepedia Projekt assoziiert zu sein. Eine Mischung aus genuiner Geschichtsschreibung und Selbstbeweihräucherung. So schliess ich natürlich nicht. Als ich neulich beim Praxisladen mein nichtexistentes Geld auf den Kopf gehauen habe, kamen dabei auch zwei AKTUELLE Zines von der Insel dabei raus. Woofah informiert euch zeitnah über Raggae, Grime und Dubstep. It´s all one family. Isn´t it?