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Samstag, 16. April 2011
Wo wenn nicht hier? Steve Milanese!
Für mich immer noch soetwas weit vorne. Und die Musik macht mich verdammt noch mal Wollen, nach dem Überschuss an Genießen, der so selten vergeben wird. Milanese im Pudel – all time fav!!! Ich würde gerne mit euch teilen aber wie?
Sonntag, 21. Juni 2009
Milanese/Hamburg/Twitter
Ich bin kein Twitter Nutzer, jedenfalls nicht so richtig.
Hab aber mal auf Synthemes Twitteraccount geschaut und sie befindet sich auf den Weg nach Hamburg. Endlich Acid, ich bin gespannt. Naja und von Syntheme zu Milanese ist es ja nur eine Faderbewegung entfernt. Es war schön zu lesen, dass ich nicht der einzige war, der den letzten Samstag so zu schätzen wusste.
Just back from 2 dates in Germany, Berlin was wicked but HAMBURG ABSOLUTELY AMAZING GIG THANKS FOR SUCH A HYPE CROWD!5:41 AM Jun 15th from web
Letzten Freitag müssen übrigens die Türsteher vom Berghain ordentlich aufgeräumt haben.
Und als ich gestern angetrunken war, hab ich mir mal selbst zugehört und mir ist aufgefallen, dass ich ständig und so sage. hmmm ist schon ein bisschen peinlich und so. Ich sach jetzt nichts mehr.
Dienstag, 16. Juni 2009
Milanese/ Golden Pudel Club
Manchmal brauch es nur wenige Sekunden, um von der Richtigkeit einer Sache überzeugt zu sein.
Ich hatte erst am Freitag von den Konzerten von Milanese erfahren. Von da an war ich bis Sonntag ganz gut auf den Körper eigenen Drogen unterwegs. Vorfreude, Freude und Nachfreude.
Ein bisschen bescheuert bin ich schon. Ich dachte tatsächlich, das wenn um 22.00 Uhr Einlass ist, ich pünktlich da sein müsste, um überhaupt noch reinzukommen. Man kennt ja die Dimensionen des Pudels, ausladend sind andere Läden. Selbstverständlich war der Pudel noch zu und es dauerte noch einige Zeit, bis sich das änderte. Ich war dann praktisch erster Gast. Bloß gut das Rüftata ein sehr redsamer Gastgeber ist. Was nichts daran ändert, dass es mir sehr peinlich ist, wenn meine Lust so offen sichtbar wird. Immer schön verstecken, das Geniessen.
Dann der Soundcheck. Er ging nicht länger als eine halbe Minute. Personal, Musiker und zwei peinliche diehard Fans. Es ist so wunderschön, wenn Musik sofortige körperliche Effekte erzeugt. Das eigene Adrenalin beginnt man in solchen Momenten zu schmecken. Schuld ist auch die Anlage des Pudels, das Berghain kann echt kacken gehen. Es war laut und es war gut.
Für mich ist Milanese einer der interessantesten Musiker, die dem Dubstep zugerechnet werden. In seinen Tracks hört man die Geschichte dieser Musik. Dubstep ist für mich vor allem eine Musik die einen Raum konstruiert. Die Bässe sind nicht so sehr dafür da, Druck zu machen, sie vermessen den Raum und sie lassen sich Zeit damit. Dieser Aspekt ging meines Erachtens in den letzten Monaten auf den Raves verloren. Das wurde an diesem Abend wirklich sehr deutlich. Nicht das Milanese besonders langsam wäre, dafür ist er zu dicht an Grime und IDM dran, aber alle Elemente der Tracks, sind sehr genau definiert und basieren nicht so sehr auf einen (für mich) erkennbaren Effekt. Das zeigt seine Wirkung. Auch im Pudel ging es erst so richtig nach dem Konzert ab, bzw. war die Tanzfläche wirklich gefüllt. Extatischer getanzt wurde aber bei Milanese. (Dank mir ;-) Wenn ich mich richtig erinnere war gleich der zweite Track ein Remix von Dizzee fix look sharp (¿) und Milanese caramel cognac, den man sich auch auf der Seite von Milanese runterladen kann. Spätestens da war ich nicht mehr zu halten. Selbst jetzt während ich diese Erinnerungen aufrufe, ist mir nach schreien und bewegen. Bis zum ersten Zug habe ich dann mit J. noch zu Maxximus und Rüftata getanzt. Okay ich hatte auch eine Pause von zwei Getränken, die ich nacheinander genoß. Alles in allem, Musik Fans gibts gar nicht so viele und ein wunderbarer Abend. Kommenden Sonntag ist die Freundin von Milanese, Syntheme, im Pudel zu hören und zu sehen. Na ma sehen.
Freitag, 12. Juni 2009
Ich dreh durch, wirklich!
Da bin ich quasi wortlos. Heute in Berlin, Berghain, keine große Überraschung.
Aber Morgen, das wirft alles um. Gerade habe ich auf der Milanese myschnizzel geschaut, ob es nicht mal möglich ist, endlich Milanese zu sehen. Und da stehts dann. Die Matrix existiert.
Wer kommt mit?
13.06.09 22:00 Uhr Pudel Club Hamburg
BASS THE WORLD NORTH w/
MILANESE (Planet µ/ UK)
DJ MAXXIMUS (MG77/ Berlin)
http://www.pudel.com
Hab ich schon gesagt, dass ich gleich durchdreh?
Dienstag, 10. Februar 2009
Broken Grime Flowers
Bild via fabulousmussels!
Wie ziemlich jedes Pop-Genre ist Grime tot und Gleichzeitig nicht. Als Blaupause für einen Achtungserfolg in der Musikpresse, dient es nicht mehr. Das sollte einem die Möglichkeit geben, relaxed darauf (zurück) zu schauen und vielleicht auch zu bilanzieren. Aber wenn man etwas richtig geil findet, geht das doch wieder nicht. Es will einem nicht in den Kopf, wieso ein solcher Trend bevor er richtig ankam (zu dem verpasst wurde) schon wieder vorbei ist. Aber das denken sich diverse jungle, 2step, urbanheadz auch. Es nutzt also nichts, zu schreiben: Hier schaut mal auf die Grime-Sampler auf Rephlex, die haben Dubstep schon vorweg genommen! Pop-Bewegungen sind eben doch mehr als die Summe aus Musik und Produzenten. Sie ist immer auch mit einer sehr konkreten und spezifischen Lebenssituation verbunden. Darüber hinaus, lässt sich gleichwohl eine Bewegungsgeschichte für alle schreiben. Denn hinter einem etablierten Namen, stehen immer auch Väter die, wenn schon nicht getötet, dann doch umgangen werden müssen. Ein neuer Familienname kann dabei schon helfen. Gleichzeitig bleibt oder wird so ein Genre mit der Zeit, für Projektionen offen. Für die Kidz im Birmingham oder London oder Bristol, kann das nach wie vor eine sinnvolle identitätsstiftende Maßnahme sein.
Auch wenn das sich niemals derart abstrakt vermittelt. Die scheissen ehh auf Poptheorie und halbwegs auf die Charts. Einerseits sind diese das Gegenteil von realness, andererseits doch der Maßstab zum Ganzen. Ich lass das jetzt mal offen, um zum Schluß zu kommen.
Jedenfalls gabs solch Sentimentalitäten auch in einem Spex Interview mit The Bug nachlesen.
In London gibt es diese Schleifen ja immer wieder, die neue Styles etablieren, aber auf jamaikanische Musik zurückgreifen. Bei Grime war das wieder so. Auch wenn derzeit viele Clubgänger von Dubstep schwärmen, waren ich und mein Kumpel Kode9 immer der Meinung, dass Grime noch lange nicht durch ist. Irgendwann hörte ich auf einem Piratensender bei einem Grime-Set auf einmal ein total minimales Riddim, das total derbe war. Am nächsten Morgen stand ich im Plattenladen und ließ mich von dem jamaikanischen Verkäufer beraten. Endlich hatte ich wieder einen Sound gefunden, der mich abholt.Über die Wahrnehmungsprozesse und Deutungsprobleme solcher Gengre spezifischen Ambivalenzen, kann man sich das Interview mit Milanese in der De:Bug ranziehen. Bemerkenswert dabei ist, dass die Kritik an der ersten Platte sich auf deren Gengre-Mix (Uneindeutigkeit) bezieht.
Ich wusste nach "1up" nur, dass ich die Ideen dort weiterentwickeln und mit den UK-Underground-Stilen experimentieren wollte. Die Zusammenstellung als Trip ergab sich danach, es funktioniert einfach wie ein altes The-Orb-Album, das einen durch den ganzen Laden führt. Als das Album fertig war, war ich endlich in der Lage, ein paar Tracks zu machen, die richtig happy sind; auf meiner Webseite gibt es ein verrücktes Grime-Beatbox-Stück mit mexikanischer Mariachi-Gitarre zum Download, auch wieder mit Virus-Syndicate-Vocals. Weiter mit Vocals zu arbeiten, interessiert mich im Moment am meisten - man könnte aus Grime so viel machen.Bei einem der letzten Grimepostings, hatte ich nach der einer "deutschen" Bedeutung von Grime gefragt. Eine kontinentale Antwort wollte Grimestep scheinbar schon einige Zeit vor mir geben. Ich bin über die Sickgirls darüber gestolpert, die mitlerweile unter NewRave gelabelt, nichtsdestotrotz toll sind. Ich hoffe der Film ist noch irgendwie verfügbar. Mal sehen.
Den Mix zum Posting und andere, kann man sich bei Grime Digital runterladen. Lauter tolle Sachen, auch qualitativ eher drüber als Mitte. Grime Digital scheint irgendwie mit dem Grimepedia Projekt assoziiert zu sein. Eine Mischung aus genuiner Geschichtsschreibung und Selbstbeweihräucherung. So schliess ich natürlich nicht. Als ich neulich beim Praxisladen mein nichtexistentes Geld auf den Kopf gehauen habe, kamen dabei auch zwei AKTUELLE Zines von der Insel dabei raus. Woofah informiert euch zeitnah über Raggae, Grime und Dubstep. It´s all one family. Isn´t it?
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