Posts mit dem Label Musik Video werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Musik Video werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Miss Red hit the floor


Ich finde den Track ganz schön, das Video nicht über die Maßen. Irgendwie ist es doch auch traurig, dass selbst wenn nur Frauen zusammen kommen (Das Video ist von zwei Frauen gemacht, Aviya Wyse und Yaara Agnon produziert), ein Zwang zu existieren scheint, mit Möpsen Aufmerksamkeit erheischen zu müssen. Das Video will natürlich clever sein, und stellt den männlichen Blick als einen phantasierenden/lüsternen heraus. Zum Ende des Videos tritt eine popaffine aber normale Künstlerin aus der imaginierten Hexenküche ins reale Tageslicht. Die eigentlich kritisierte Politik des Blicks wird, unter einer "neu" hinzukommenden Prämisse (Ironie), lediglich fortgeschrieben. Dabei tragen die Bilder vom Dachboden eigentlich eine eigene Geschichte und sind weit weniger verbraucht, wie das Arrangement in und um der Badewanne herum oder in der Küche. (Obwohl die Raucherin sehr gut dabei aussieht, wenn das Papier sich entzündet.) Nackt müsste derweil niemand sein.
Ich glaube, ich muss nicht betonen, dass ich kein Problem mit Nacktheit habe. Soviel Protestantismus können sich nur ganz wenige Menschen in der heutigen Zeit bewahren. Aber sie macht in den wenigsten Fällen dramaturgisch Sinn. Vielmehr stellt sie die graduelle Unterwerfung des größten Teils der Pop-Kulturindustrie, unter das Paradigma der männlichen Herrschaft. Welche vielleicht selber viel stärker imaginiert, als real ist. Ähnlich verhält es sich bei dem noch expliziteren SXTN Video. Wie gesagt, alles kein Ding für sich genommen. In der Masse dürfte sich das vermeintliche Alleinstellungsmerkmal als ein Trugschluss heraus stellen.
Miss Red würde ich mir aber live wieder anschauen. Beim Rec. Room im August hatte ich sie verpasst aber irgendwann davor mit The Bug im Ohm gesehen, vlt. auch mal im Trickster. Ist ne Rampensau aber das schadet einer Party eher selten. Rec. Room (mit oder ohne Miss Red) gibt es übrigens wieder am 17.12. im Ohm. Einer der relaxtstisten Partys in Berlin. Verstehe gar nicht, wieso me aka DJ Schleppscheisse da nicht auftritt. Berlin ist echt n hartes Pflaster, für so stille Menschen wie mich.

Sonntag, 4. Oktober 2015

teilah der kreator

Ist mit drei Tagen online wahrscheinlich schon alt. Aber das bin ich auch. Das shirt design ging schon vor ne weile durch´s Web. Das aus dem Video selbstverständlich. Musik und T-shirts ist ja ehh so n ganz wichtiges Ding. Und ich hätte es schon ganz gerne. Weiß nicht, ob ich es in Berlin tragen würde aber für Neuruppin wäre es ideal.  

Montag, 10. November 2014

Jem Cohen New Short – Xylouris White "Psarandonis Syrto"

Ich muss den Umweg über Fugazi nehmen. Ich mochte die Band sehr und bin von deren derzeitigen Wieder- und Demoveröffentlichungen eher genervt als angetan. Aber es ist wohl so, dass gerade diese Einnahmen eben jene Arbeiten finanzieren, die die heutigen Musiker ausüben möchten. Xylouris White ist ein von Guy Picciotto produziertes Instrumental Duo, für das Jem Cohen diesen Clip produziert hat. Fugazi waren eigentlich eine, zumindest in ästhetischer Hinsicht, gespaltene Band. Auf der Bildeben kann man das an den Arbeiten von Glen E. Friedmann und Jem Cohen festmachen, die konträre Konzepte der Bildsprache verfolgten. Jem Cohen machte auch den Instruments Film (Ausschnitt) mit Fugazi und steht für das "Spätwerk" der Band, dass mir sehr nahe steht. Und so war ich ganz froh, neben dem aufkochen der alten Sachen, eben auch mal wieder eine aktuelle Arbeit aus dem "Fugaziumfeld" sehen zu dürfen. Zugang in diesem Fall ein Artikel im New Yorker. Die Neuerung dieses Projekts ist vermutlich eher im Instrumentarium der Gruppe zu finden, als in deren Politik. Diese referiert wie schon bei Fugazi auf das Konzept einer Kultur from below. Und auch Jem Cohen hat in dem Clip keine neue oder erneuerte Bildsprache entwickelt. Aber eine Theorie eines W. Benjamins (auf den sich Cohen in mehreren Arbeiten bezieht) lässt sich ja auch nicht ohneweiteres durch eine neue ersätzen. Warum sollte das in der Musik anders sein?

Mittwoch, 5. März 2014

Gazelle Twin – Mystizismus bis die Milch überkocht

Gazelle Twin ist Elizabeth Bernholz aus Brighton, England. Das Video ist der Warm-Up auf das kommende Album. Ich habe mal kurz in die früheren Sachen reingehört und das klang noch sehr nach Fever Ray etc.pp. Dies ist diesem Song nicht mehr ganz so stark anzumerken. Dem Video dann leider doch. Ich geb´s ganz unumwunden zu, so richtig erschließt er sich mir auch nach mehrmaligen sehen nicht. Ich mochte sehr den Anfang des Clips und hätte sicherlich dem Charakter bis zum Ende des Songs durch den Supermarkt folgen können. Alleine schon deshalb, um zu erfahren was es mit dem Bullen auf sich hat. Ich wäre auch zu frieden gewesen, wenn dieser nicht noch einmal aufgetaucht wäre. Das hätte mir an Verrätselung gereicht. Um einen Zusammenhang zu den Lyrics zu erzwingen, gibt es dann die ganzen Anschlussszenen. Wie gesagt, ich finde nicht das etwas klarer oder auch nur geheimnissvoller wird. Eher dümmlich kommt das daher. Der Song bleibt trotzden ganz gut.